Apps & Tools · ⏱ 6 Min. Lesezeit · Juli 2026

Strava Gear richtig einrichten: So trackst du deine Bikes und Komponenten optimal

Strava Gear ist eine der nützlichsten und gleichzeitig am meisten ignorierten Funktionen in Strava. Die meisten Fahrer tracken ihre Aktivitäten — aber ihre Bikes und Komponenten? Nicht eingerichtet, falsch zugeordnet oder seit Jahren nicht aktualisiert. Dabei ist ein sauber gepflegtes Gear-Setup die Grundlage für alles was danach kommt: Kilometerstand pro Bike, Verschleiß pro Komponente, rechtzeitige Wartung. Hier erkläre ich wie du es in 10 Minuten richtig machst.

Warum Gear-Tracking in Strava wichtig ist

Strava weiß wie viel du fährst. Aber weiß es auch auf welchem Bike? Und mit welcher Kette? Ohne Gear-Tracking laufen alle deine Kilometer in einen Topf — und du hast keine Ahnung ob dein Rennrad 3.000 km oder 8.000 km drauf hat. Und ohne diesen Kilometerstand weißt du nicht wann die Kette fällig ist, wann die Kassette dran ist oder wann der Gabel-Service überfällig wird.

Das Gear-Feature in Strava ist kostenlos — auch ohne Summit-Abo. Es dauert 10 Minuten es einzurichten und spart dir langfristig hunderte Euro an vermeidbaren Reparaturen, weil du endlich weißt wo du stehst.

Bikes anlegen — was die meisten falsch machen

Strava lässt dich mehrere Bikes anlegen und jeder Aktivität ein Bike zuordnen. So weit, so simpel. Aber hier passieren die meisten Fehler:

Die häufigsten Fehler

So machst du es richtig

  1. Alle Bikes anlegen Strava → Einstellungen → Mein Gear → Bike hinzufügen. Für jedes Bike das du aktiv fährst einen Eintrag. Name klar und eindeutig: "Canyon Spectral 2024" statt "MTB".
  2. Standardbike setzen Das Bike das du am häufigsten fährst als Standard markieren. Jede neue Aktivität wird automatisch diesem Bike zugeordnet — du änderst nur wenn du ein anderes genommen hast.
  3. Bisherige Kilometer eintragen Wenn dein Bike schon Kilometer drauf hat die nicht in Strava sind: Beim Anlegen den bisherigen Km-Stand eintragen. Strava addiert dann von dort weiter.
  4. Alte Bikes auf "retired" setzen Verkauft, verschenkt oder ausgemustert? Bike auf "retired" setzen — die Km bleiben erhalten, aber es taucht nicht mehr in der aktiven Auswahl auf.
Tipp: Historische Aktivitäten nachträglich zuordnen

Du kannst vergangene Aktivitäten nachträglich einem Bike zuordnen. Aktivität öffnen → Bearbeiten → Bike auswählen. Mühsam bei 500 Aktivitäten, aber für die letzten Monate lohnt es sich — dann stimmt der Km-Stand zumindest ab jetzt.

Komponenten anlegen — welche und wie

Strava nennt es "Components" — du kannst pro Bike einzelne Teile anlegen und deren Laufleistung separat tracken. Die Frage ist: Welche Komponenten lohnen sich?

Die Antwort: Nur die Verschleißteile die du regelmäßig wechselst. Nicht den Rahmen, nicht den Sattel, nicht die Griffe — sondern die Teile bei denen der Kilometerstand darüber entscheidet wann du tauschen musst.

Komponente In Strava anlegen? Warum
Kette Ja — Pflicht Wichtigstes Verschleißteil. Wechsel bei 1.500–2.500 km — ohne Km-Stand rätst du nur.
Kassette Ja Hält 2–3 Ketten. Separate Laufleistung hilft beim Timing.
Bremsbeläge (vorne/hinten) Ja 1.500–4.000 km je nach Fahrprofil. Hinten verschleißt schneller.
Reifen (vorne/hinten) Optional Sinnvoll wenn du häufig Reifen wechselst oder verschiedene Sätze rotierst.
Bremsscheiben Optional Langlebig (8.000–15.000 km) — nur bei High-Mileage relevant.
Federgabel / Dämpfer Bedingt sinnvoll Strava trackt nur km, nicht Betriebsstunden — Fahrwerk braucht aber stundenbasierte Intervalle.

Komponente wechseln: Wenn du eine Kette wechselst, setzt du in Strava den Km-Zähler der alten Komponente zurück oder legst eine neue an. So läuft der neue Zähler bei 0 los. Viele vergessen diesen Schritt — dann zeigt Strava 8.000 km auf einer Kette die du dreimal gewechselt hast.

Strava-Daten automatisch auf Komponenten verteilen

Velopit verbindet sich mit Strava und rechnet jede Aktivität automatisch auf die richtigen Komponenten an — mit Erinnerung wenn ein Service fällig wird.

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Kilometer richtig zuordnen

Ein häufiges Problem: Du fährst drei Bikes, hast aber nur eines in Strava als Standard. Ergebnis: Dein Rennrad hat 12.000 km obwohl du die Hälfte davon auf dem MTB gefahren bist. Der Km-Stand jeder Komponente ist falsch — und damit jede darauf basierende Wartungsentscheidung.

Die Lösung ist einfach aber erfordert Disziplin: Nach jeder Aktivität prüfen ob das richtige Bike zugeordnet ist. In der Strava-App geht das in 3 Sekunden: Aktivität öffnen, Stift-Icon, Bike auswählen, speichern. Das wird zur Gewohnheit wenn du es eine Woche lang konsequent machst.

Wer einen Garmin, Wahoo oder Hammerhead fährt, kann das Bike oft schon am Computer oder an der Uhr auswählen — dann kommt die Aktivität bereits mit dem richtigen Bike in Strava an. Das ist die sauberste Lösung.

Tipp: Indoor-Trainer nicht vergessen

Zwift- und Trainer-Sessions zählen auch als Kilometer auf dein Bike — und damit auf die Kette. Viele Fahrer haben ein separates Trainer-Bike oder einen Hinterrad-Trainer. Wenn du dein Rennrad auf der Rolle fährst, sind das echte Ketten-Kilometer die getrackt werden sollten.

Wo Strava aufhört

Strava ist eine Trainings-App — keine Wartungs-App. Und genau da liegt die Lücke. Strava kann dir sagen wie viele Kilometer deine Kette hat. Es kann dir nicht sagen:

Das sind keine Schwächen von Strava — es ist schlicht nicht dafür gemacht. Strava macht Aktivitäts-Tracking hervorragend. Für alles was nach der Aktivität kommt — Wartung, Dokumentation, Planung — brauchst du etwas anderes.

Strava + Velopit: Das beste aus beiden Welten

Die ideale Kombination sieht so aus: Strava liefert die Kilometer. Velopit macht den Rest.

🟠 Strava liefert

  • GPS-Tracking und Aktivitäten
  • Kilometer pro Bike (automatisch)
  • Basis-Komponentenkilometer
  • Trainingsanalyse und Segmente
  • Social Features und Community

✅ Velopit ergänzt

  • Serviceintervalle mit Erinnerungen
  • Betriebsstunden für Fahrwerk
  • Komplette Servicehistorie mit Datum und Notizen
  • Digitales Scheckheft — per Link teilbar
  • Automatische Strava-Sync — kein manuelles Nachtragen

Die Verbindung dauert 30 Sekunden: In Velopit dein Strava-Konto verknüpfen, deine Bikes zuordnen, Komponenten mit Intervallen anlegen — fertig. Ab sofort werden alle Strava-Aktivitäten automatisch auf die richtigen Komponenten angerechnet. Wenn die Kette ihre 2.000 km erreicht, bekommst du eine Erinnerung. Wenn die Gabel ihre 50 Betriebsstunden erreicht, auch.

Du musst dafür nichts an deinem Strava-Setup ändern. Behalte deine Bikes und Aktivitäten in Strava genau so wie sie sind — Velopit liest die Daten und baut darauf auf.

Fazit

Strava Gear einrichten dauert 10 Minuten und ist die Grundlage für jede vernünftige Wartungsplanung. Alle Bikes anlegen, Standardbike setzen, Kette und Bremsbeläge als Komponenten tracken, alte Bikes auf retired setzen. Das allein bringt dir schon Überblick.

Für alles was darüber hinausgeht — Intervalle, Erinnerungen, Servicehistorie, Scheckheft — verbindest du Strava mit Velopit. Die Kombination aus beiden ist stärker als jedes Tool allein.

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